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Geschichte



1210          Gründungsjahr Neukünkendorfs
1280/90     Feierliche Einweihung der Kirche
1375          Urkundliche Ersterwähnung Neukünkendorfs
1448          Der Herr von Buch in Stolpe verkaufte seinen Besitz
                 an den Rat der Stadt Angermünde, dieser machte es
                 zu Kämmereihöfen.
1643          Schwedische Truppen setzten das ganze Dorf in
                 Brand. Dorf und Vorwerk brannten ab und
                 verwüsteten.
1685          siedelte Friedrich Wilhelm französische Glaubens-
                 flüchtlinge (Hugenotten) an.
1848          wurde ein neues Schulhaus erbaut, in dem der Lehrer
                 Friedrich Wilke tätig war.
1877          wurde die Eisenbahnlinie von Angermünde nach Bad 
                 Freienwalde mit einem Bahnhof in Neukünkendorf
                 in Betrieb genommen.
1914/18     Beginn des 1. Weltkrieges, dieser ging auch an den 
                 Neukünkendorfern nicht spurlos vorbei.
1926          Neukünkendorf war Amtsbezirk gemeinsam mit
                 Dobberzin, Herzsprung und Schmargendorf.
1939          wurde beschlossen, eine neue Schule zu bauen.
                 Der 2. Weltkrieg brach aus, in dem 30 Neukünken-
                 dorfer fielen.
1945          Ende des Krieges, Enteignung des Grundbesitzes und
                 Neuaufteilung - Bodenreform
1949          Gründung des Anglervereins
1951          entstand eine Zentralschule mit ca. 200 Schülern.
1952          schlossen sich 14 Neubauern zur LPG zusammen.
1960          wurde der Spritzenpfuhl zugeschüttet und Jahre später 
                 das Gemeindezentrum errichtet.
1983          Einrichtung eines Kindergartens im ehemaligen
                 Schulgebäude
1992          Neugestaltung des Spiel- und Festplatzes
1994/95     Rekonstruktion des Sportplatzes
1997          Sanierung der Dorfstraße mit Natursteinpflaster
2003          Neukünkendorf wird ein Ortsteil von Angermünde.

Wissenswertes

1622 legte der Rat der Stadt Angermünde drei unbewirtschaftete Bauernhöfe zu einem Vorwerk zusammen, dem Vorläufer des späteren " Rittergutes " Lindenhof. Der ehemalige Gutshof ist heute noch in den Konturen erkennbar. Die Mitte des Platzes ist als Wiese angelegt und durch 14 Linden eingerahmt.
1839 kaufte der Stolper Förster Müller mit Unterstützung des Stolper Schlossherrn die Bauernhöfe und fasste sie zum Ausbau " Wilhelmsfelde " zusammen.

Das Schloss
Der Erbauer ist unbekannt. Die älteren Neukünkendorfer Bürger erinnern sich an die Schlossherren Ostrot, Sack und Scholz. Der Schlossherr Scholz flüchtete noch vor Kriegsende nach Südamerika und kam nicht mehr zurück. Bis 1945 war das Schloss im guten Zustand. Nach Kriegsende bewohnten 16 Flüchtlingsfamilien das Schlossgebäude. Ende der 50er Jahre wurde es abgerissen.
An das Schloss erinnert heute nur noch ein Grashügel im Schlosspark.

Neukünkendorf war Amtsbezirk gemeinsam mit Dobberzin Herzsprung und Schmargendorf. Amtsvorsteher war der Gutsbesitzer Franz aus Neukünkendorf, sein Stellvertreter war der Gutsbesitzer Otto aus Wilhelmsfelde. 1945 wurde der Hofbesitz mit 857 ha Land enteignet, Gutsarbeiter und Umsiedler wurden " Neubauern".